Stadtwappen

Stadtwappen


Stadtwappen

Der Schild ist gespalten und gibt die Stadtfarben Schwarz und Gelb wieder. Die zinnoberrote Mauerkrone soll auf die Stadtrechte hinweisen, die Gladbeck seit 1919 besitzt. Eine Stadtmauer besaß Gladbeck nie.

Im linken schwarzen Feld sind in gelber Farbe Schlägel und Eisen dargestellt. Sie weisen darauf hin, dass Gladbeck durch den Bergbau groß geworden ist. Das Bergmannszeichen stammt aus dem Erzbergbau. Die Bergleute haben mit dem Schlägel (Hammer) auf das Eisen (Meißel mit Stiel) geschlagen und so das Erz und Gestein gelöst. Die schwarzen Wolfsangeln im gelben rechten Feld entstammen dem Wappen der Herren von Brabeck (Haus Brabeck nahe der Autobahnauffahrt A 31), die im 14. Jahrhundert Besitzer des Hauses Wittringen waren. Wolfsangeln waren S-förmig gebogene Jagdgeräte, die etwas über Mannshöhe in einen Baumstamm geschlagen wurden. Am Haken wurde ein Stück Fleisch befestigt. Die Wölfe sprangen daran hoch und blieben mit dem Hals am spitzen Haken hängen.

Erste Siedlungsspuren weisen in die Steinzeit. Aus der Bronzezeit (1000 v. Chr.) stammt ein größerer Urnenfriedhof, der in Ellinghorst gefunden wurde. Gladbeck wurde um 900 erstmalig in einem Register der Abtei Werden / Ruhr erwähnt. Die Lamberti-Kirche dürfte allerdings schon im 9. Jahrhundert gegründet worden sein.

Gladbeck, ein Dorf im „Vest Recklinghausen“, gehörte Jahrhunderte lang zum Erzbistum Köln. Die Einwohnerzahl des ganzen Kirchspiels lag noch 1873 bei 3000. Erst 1885 wurde Gladbeck selbständiges Amt. 1919, als die Gemeinde bereits 55.000 Einwohner zählte, wurden ihr die Stadtrechte verliehen. Erst zehn Jahre später, 1929, wurde auch das Stadtwappen vom preußischen Staatsministerium genehmigt.