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Der Film

In einem Gemeinschaftsprojekt mit der kreativAmt GbR sowie dem Verein für Orts- und Heimatkunde und dem Stadtarchiv hat die Geschichts-AG des Riesener-Gymnasiums unter Leitung des Deutsch- und Geschichtslehrers Dr. Jörg Judersleben die historischen Hintergründe des Jovyplatzes und seiner Gebäude beleuchtet und dessen Entwicklung aufgezeigt.

Jovyplatz
Jovyplatz etwa 1927. Foto: StA Gla_FA 27-30_Jovyplatz

Der Film ist für die Öffentlichkeit bestimmt und kann hier abgerufen werden.

Die Filmpremiere

Am Freitag, den 26. August 2022, fand im Oberstufentrakt des Riesener-Gymnasiums die kostenfreie Uraufführung und öffentliche Premierenfeier des Films als krönender Abschluss des aktiven Projektes statt: Neben der Erstaufführung des Films standen vor allem die SchülerInnen im Fokus, die auch außerhalb der Schulzeit viel Zeit und Mühe investiert haben. In einer Pressemitteilung des kreativAmts war zu lesen:

Als Format nutzt die Schul-AG den Dokumentarfilm, ein für Schulen noch recht ungewöhnliches Medium. Neben der inhaltlichen Arbeit, dem Zusammentragen und Aufbereiten von historischen Daten und Fakten, wurden die SchülerInnen daher bei der Herstellung des Films durch ein professionelles Team unterstützt. Jeanette Kuhn und Ferdinand Fries – beide als freie Journalisten und Mediencoaches aktiv – leisteten als Produktionsteam Hilfestellung bei Interviews mit Zeitzeugen, Kamera- und Tonaufnahmen sowie bei Manuskript und Filmschnitt. Mit Unterstützung der im kreativAmt ansässigen C4C group wurden Schüler sogar zu Piloten für Luftaufnahmen, die den Zuschauern des Films attraktive Perspektiven des beliebten Jovyparks und seiner Gebäude zeigen.

kreativAmt
Einladungsplakat zur Filmpremiere über den Jovyplatz

Die WAZ berichtet am 29. August 2022 sehr umfangreich über die Premiere.

Die lange Entstehungsgeschichte des Films

Konkrete Formen nahm das Projekt Ende 2020 an. Bereits Monate vorher hatten Marc Jung vom kreativAmt und Wolfgang Keuterling vom Heimatverein Gladbeck nach Möglichkeiten gesucht, die Geschichte des Jovyplatzes mit den umliegenden Gebäuden aufzuarbeiten. Fast alle Gebäude entstanden in den 20’er Jahren des letzten Jahrhunderts, so dass bald das 100jährige Bestehen zu feiern ist.

Im Dezember 2020 hatte Wolfgang Keuterling einen ersten, telefonischen Kontakt mit Dr. Jörg Juderleben vom Riesener-Gymnasium, der sich grundsätzlich bereit erklärte, Schüler für eine Geschichts-AG zu suchen und die Geschichte des Jovyplatzes aufarbeiten zu lassen. Auf Bitten von Dr. Judersleben wurden Ansprechpartner für ihn benannt: Marc Jung, kreativAmt, Wolfgang Keuterling, Dietrich Pollmann und später Ulrich Stockem vom Heimatverein, sowie Alexander Borchard, damals Museumsleiter, und Christan Schemmert, Leiter des Stadtarchivs. Marc Jung schlug die Präsentation als Film vor:

Insgesamt fände ich alternativ (oder zusätzlich) zu einer textlichen und fotografischen Ausstellung und einer PowerPoint-Präsentation eine den Schülern durch YouTube geläufige Art der Dokumentation vor – nämlich das Film-Format – sehr interessant für die Schüler und für den Betrachter attraktiv und kurzweilig zu konsumieren. Das Ergebnis können wir gerne im OpenAir-Kino am kreativAmt (oder auf dem Jovyplatz) aufführen, die Technik (Leinwand, Beamer etc.) dafür stellen wir gerne zur Verfügung. Für den weiteren „Bock“ an der Sache stellen wir den Schülern zudem gerne unsere Kamera-Drohne zur Verfügung und weisen sie gerne in den Umgang mit dem Gerät ein.

Marc Jung

Wegen der Corona-Pandemie kam es zu erheblichen Einschränkungen in den Schulen, beispielsweise durch Schulschließungen und Distanzunterricht. So schrieb Jörg Judersleben noch im April 2021 an den Heimatverein

Es ist tatsächlich so, dass ich bisher weder unter den Leistungskurs-Teilnehmern noch in der Fachschaft Leute gefunden habe, die im Moment bereit wären, in das Jovyplatz-Projekt einzusteigen; alle haben derzeit mit der Organisation des Schulalltags einfach zu viel zu tun. Ich glaube aber nach wie vor, dass es sich hier um kein grundsätzliches Desinteresse handelt.

Dr. Jörg Judersleben, Mail vom 08.04.2021 an Wolfgang Keuterling

Bereits einen Monat später klang Dr. Judersleben schon viel optimistischer. Auszug aus einer Mail

Ich habe dieser Tage für nächstes Schuljahr eine Arbeitgemeinschaft unter meiner Leitung verbindlich angemeldet: „Geschichte des Jovyplatzes. In Kooperation mit dem Heimatverein Gladbeck“. Voraussetzung ist natürlich, dass sich auch Interessenten finden; wenden würde ich mich speziell an die Jahrgangsstufen 8 bis EF. Schön wäre ein vorbereitendes Treffen, evtl. in der Zeit zwischen 28. Juni und 8. Juli (vorher ist es sehr eng bei mir), auch damit ich den Schülern dann im August genauer sagen kann, was es zu entdecken gibt, wie wir die Sache organisieren wollen und was am Ende herauskommen soll. Bis dahin dürfte sich ja auch der Corona-Nebel weiter gelichtet haben.

Dr. Jörg Judersleben, Mail vom 18.05.2021 an Wolfgang Keuterling

Am 5. Juli 2021 fand ein erstes Arbeitstreffen zwischen Dr. Jörg Judersleben, Marc Jung und dem Heimatverein statt, um das weitere Vorgehen abzusprechen.

Da eine AG-Präsentation in größerem Rahmen auch in diesem Schuljahr nicht stattfinden durfte, bin ich augenblicklich dabei, das Projekt in den in Frage kommenden Klassen / Kursen vorzustellen. Ob es genügend Interessenten gibt und wie alt diese sind, steht nächsten Mittwoch fest.

Dr. Jörg Judersleben, Mail vom 15.09.2021

Am 4. Oktober fand ein erstes Treffen mit den Schülern statt. Dr. Judersleben hatte 15 Schüler gefunden, die sich für das Thema Jovyplatz interessierten. Etwa 90 Minuten lang haben er, Wolfgang Keuterling und Ulrich Stockem versucht, ihnen das Projekt näherzubringen. Zum Abschluß entstand das nachstehende Foto im Jovypark.

Jovyplatz, Erstes Treffen 04.10.2021
Erstes Treffen mit interessierten SchülerInnen Foto: Heimatverein

Am 22. Oktober 2021 fand ein weiteres Treffen zwischen Dr. Judersleben und der Arbeitgruppe statt. Hierbei stellte er einen vorläufigen Zeit- und Arbeitsplan vor. Geplant waren Besuche im Stadtarchiv mit Einarbeitung in die Archivarbeit und Bilddokumentation des Jovyplatzes, später „Oral History“ mit Zeitzeugen im Polizeiamt und im ehemaligen Finanzamt. Arbeitsteams („Recherche“, „Interviews/Dokumentation“ „Filmskript“, „Filmproduktion“, „Artikel“) mussten gebildet werden und die Arbeit aufnehmen. Die Arbeiten zogen sich länger hin als geplant.

Als am 27. Juni 2022 die Sommerferien in NRW begannen, waren die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Die Schüler arbeiteten trotz der Ferien weiter an dem Projekt. So konnte Dr. Judersleben erst am 8. Juli 2022 mitteilen,

Soeben habe ich die letzten Textbausteine zum Film der Geschichts-AG überarbeitet. Wenn alles gutgeht, wird die Premiere am 26. August ab 20.00 Uhr vor dem Kreativamt stattfinden. Herr Jung wird als Gastgeber die Veranstaltung eröffnen, Frau Kuhn mit den beteiligten Schülern ein kleines Interview führen und Frau Weist, wenn sie denn kommt, sicher ebenfalls etwas sagen. – Sie auch? Ich persönlich fände es gut, denn immerhin handelt es sich um ein heimatgeschichtliches Projekt, das ohne Ihre Anregung nicht zustande gekommen wäre.

Dr. Jörg Judersleben, Mail vom 08.07.2022 an Wolfgang Keuterling

Die kostenfreie Uraufführung und öffentliche Premierenfeier des Films fand am Freitag, den 26. August 2022, im Oberstufentrakt des Riesener-Gymnasiums statt und war der krönende Abschluss des aktiven Projektes.

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