Gottfried Kappen


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Gottfried Kappen
Gottfried Kappen (Foto: Stadtarchiv Gladbeck)

Gottfried Kappen ist ein bekannter Bildhauer, der seine Kindheit und Jugend in Gladbeck verbrachte und dessen Kunstwerke in ganz Deutschland zu sehen sind.

Der Bildhauer Gottfried Kappen

Geboren wurde Gottfried Kappen am 25.1.1906 in Recklinghausen, kam jedoch im Alter von drei Jahren nach Gladbeck. Er war der Sohn des Gladbecker Beigeordneten und Bürgermeisters Hermann Kappen, der bis 1932 der Vertreter des Oberbürgermeisters Dr. Michael Jovy war. Er starb 1981 in Kirchhellen, wo er auch begraben wurde.

Seine Kunst

Auszug aus „Der Bildhauer Gottfried Kappen – seine Kunst und die Werke seiner Vorfahren“ von Erna-Johanna Fiebig

Als ich Anfang Januar 1981 die Künstlerwerkstatt bei der alten Mühle von Haus Brabeck besuche, wollen sich meine Augen nicht lösen von einem gewaltigen Kreuz mit Christuskorpus aus Polyester. Das jüngste Werk des Künstlers. Es ist für die Judas-Thaddäus-Kirche in Oberhausen-Osterfeld in Auftrag gegeben worden, nun vollendet und soll abgeholt werden. Ich betrachte das Werk mit Staunen und äußere große Betroffenheit.

Doch Gottfried Kappen hört gar nicht hin. Seine Aufmerksamkeit fesselt ein Fasan draußen auf dem Feld. Er hebt die Hand und zeigt auf das stolzierende Tier. „Gibt es Erhabeneres als die Natur?“, fragt er rhetorisch und schaut mich an. „Das ist unsere Haushenne. Die kommt jeden Morgen um acht Uhr und klopft an meine Beine, weil sie weiß, dass es dann Frühstück gibt. Sie ist sechs Jahre alt. So alt wie Möppel. Die beiden vertragen sich gut.“ Möppel, der Dackel, wirkt aufgeregt. „Der hört die Jäger, die heute diese ländliche Idylle stören“, sagt der Künstler.

Schöpferische Stille in Kirchhellen

Seit 1948 hat er sich in die schöpferische Stille des alten Hauses Brabeck in Kirchhellen zurückgezogen, lebt der Natur, die sich hier von ungestörter Harmonie zeigt. Lebt in seiner Kunst und seiner Meditation: „Der Mensch ist ein Einzelwesen vor Gott, aber gemeinschaftsgebunden und nicht austauschbar.“ In zwei Wochen wird er 75 Jahre alt. Und obwohl er soeben erst eine schwere Krankheit überstanden hat, strahlt er einen beeindruckenden Schaffensdrang aus. „Lieber möchte ich sterben, als aufhören zu arbeiten und zu lernen“, sagt er, „aber wer hat schon das Glück, soviel Freude an der Arbeit zu haben wie ich.“

Gladbecker Friedhöfe Wernecke
Heimatverein Kappen-Säule

Abb. links: Grabmal Werneke, Friedhof Gladbeck-Mitte – Abb. rechts: Geschichtssäule, auch Kappen-Säule genannt, Rathauspark Gladbeck

Viele Male besuchte ich sein Atelier, ließ mich faszinieren von der geordneten Unordnung, in der ich Materialien, vollendete Kunstwerke und Skulpturen, an denen Kappen gerade arbeitete, entdeckte. Ließ mich in Gedanken forttragen von der Weisheit, die der Meister nur so versprühte. Anfang Januar 1981 sah ich ihn zum letzten Mal. Neun Monate später, am 2. November 1981, starb Gottfried Kappen. Selbst acht Tage vor seinem Tod arbeitete er in seinem Atelier, erinnert seine Familie. In den wenigen Stunden, die er im Kirchhellener Krankenhaus verbringen musste, wünschte und bat er inständig, in seine Werkstatt zurück gebracht zu werden …

Lesen Sie den Beitrag über Gottfried Kappen weiter und betrachten Sie die Abbildungen von einigen seiner Kunstwerke.


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