Teiche in Gladbeck


|

Teiche in Gladbeck
Nordparkteich, Foto: Dr. Dieter Briese

In Gladbeck gibt es sechs größere Teiche, die Ihnen Dr. Dieter Briese hier kurz vorgestellen möchte.

Die größeren Teiche in Gladbeck

Grundsätzlich dienen die Teiche in Gladbeck der Erholungsnutzung, dem klimatischen Ausgleich für die umgebende Bebauung, für Angler als Angelgewässer und vieles mehr.

Im Stadtgebiet gibt es folgende größere Teiche:

  • Nordparkteich
  • Quälingsteich
  • Stensteich
  • Schlossteich
  • Brillenteiche
  • Ehrenmalteich

Schlossteich, Ehrenmalteich und die beiden Brillenteiche befinden sich im Bereich des Wittringer Waldes, der Quälingsteich in Rentfort-Nord, der Stensteich in Butendorf und der Nordparkteich am Nordrand der Innenstadt.

Über diese größeren Teiche hinaus gibt es noch eine Vielzahl kleinerer, die aber hier nicht im Einzelnen beschrieben werden sollen.

Grundsätzlich gilt für alle Gladbecker Teiche: Sie haben keinen natürlichen Ursprung, sind also alle künstlich angelegt. Deshalb haben sie auch keine große Wassertiefe, werden von Bächen gespeist und/oder sind Grundwasser- oder Niederschlagsabhängig.

Problematisch sind Nährstoffeinträge, die zu einem „Umkippen“ des Gewässers führen können. Auch der Klimawandel mit höheren Temperaturen wirkt sich negativ auf die Wasserqualität aus.

Das zuständige Ingenieuramt der Stadt Gladbeck untersucht sie regelmäßig – monatlich – auf wichtige Wasser-Inhaltsstoffe. Die Wasserqualität ist derzeit für die darin vorkommenden Fische vollkommen ausreichend. Sollte es zu Problemen kommen, werden rechtzeitig Maßnahmen ergriffen, z.B. werden die Teichlinsen in regelmäßigen Abständen abgefischt. Im Zulauf des Nordparkteiches und der Wittringer Teiche findet eine Phosphatreduzierung durch entsprechende Anlagen statt. Eine Entschlammung der Teiche sollte auch regelmäßig erfolgen, die allerdings arbeits- und kostenintensiv ist.

Nordparkteich

Teiche in Gladbeck
Nordparkteich, Foto: Dr. Dieter Briese

Der Nordparkteich wurde, wie auch der gesamte Nordpark, in den 1930er Jahren im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme angelegt. Er ist 5,8 Hektar groß mit einer Wassertiefe zwischen 90 Zentimetern und 1,70 Meter. Die Wasserqualität hatte vor Jahren stark gelitten, da es einen zu hohen Eintrag an Nährstoffen gab und Cyanobakterien im größeren Ausmaße festgestellt wurden. Durch eine Phosphateleminierungsanlage konnte das Problem zurückgedrängt werden, so dass der Teich uneingeschränkt der Bevölkerung zur Verfügung stehen kann. Trotzdem sollte, wie bei allen Teichen, eine Fütterung der Wildtiere, vor allem der Enten, unterlassen werden.

Quälingsteich

Teiche in Gladbeck
Quälingsteich, Foto: Dr. Dieter Briese

Der etwa 6.500 Quadratmeter große Quälingsteich in Rentfort-Nord in der Nähe des AWO Altenzentrums wurde mit der wohnbaulichen Erschließung von Rentfort-Nord angelegt. Er wird vom Quälingsbach gespeist, der im Bereich des nahegelegenen Waldes seinen Ursprung hat. Der Teich ist zwischen 90 und 100 Zentimeter tief, also ebenfalls sehr flach. Wenn der Quälingsbach während lang andauernder Trockenperioden kein Wasser führt, sinkt der Wasserspiegel stark ab. Diese hat schon zu Problemen mit den dort lebenden Fischen und anderen Wassertieren geführt.

Stensteich

Teiche in Gladbeck
Stensteich, Foto: Dr. Dieter Briese

Der Stensteich ist der älteste Gladbecker Teich und etwa 4.400 Quadratmeter groß. Er liegt an der Landstraße vor der Autobahn A 2 in Butendorf, etwas versteckt hinter den Häusern. Er wurde in einer Privatinitiative des Landwirtes Johannes Stens Anfang des letzten Jahrhunderts angelegt. Seine Wassertiefe liegt zwischen 40 Zentimetern und 1,05 Metern und er wird vom Nattbach gespeist. Der Teich und der ihn umgebende Park sind immer noch im Privatbesitz einer Familie, die Pflege hat allerdings die Stadt Gladbeck übernommen. Der Teich und der Park wurden nach der Anlegung intensiv genutzt und waren ein beliebtes Ausflugsziel. So waren viele Jahre Kahnfahren, im Winter Eislaufen und vieles mehr möglich.

Schlossteich

Teiche in Gladbeck
Schlossteich, Foto: Dr. Dieter Briese

Um das Schloss Wittringen herum liegt der Schlossteich. Neben dem Nordparkteich ist er der wohl bekannteste Teich in Gladbeck. Auch dieser Teich mit einer Größe von rund 37.000 Quadratmetern ist mit einer Wassertiefe zwischen 50 Zentimetern und 1,25 Metern flach und er wurde schon mehrfach entschlammt. Viele Spazierwege führen um den Teich, die Uferbereiche werden viel genutzt und leider werden die auf und im Wasser lebenden Tiere, trotz Hinweisschildern, häufig gefüttert. Im Sommer kann auf dem Teich Kahn gefahren werden.

Brillenteiche

Teiche in Gladbeck
Brillenteiche, Foto: Dr. Dieter Briese

Die beiden Brillenteiche habe ihren Namen von ihrer Gestaltungsform, die an eine Brille erinnert. Sie liegen ebenfalls im Wittringer Wald in der Nähe der Autobahnauffahrt zur A 2, südlich des Schlosses. Obwohl auch hier die Wassertiefe relativ gering ist, haben diese Teiche mit einer Gesamtgröße von etwa 23.100 Quadratmetern mit 1,20 Meter bis 1,80 Meter eine etwas größere Tiefe als der Schlossteich. Eine Reihe von Spazierwegen führen um den Teich, allerdings ist es durch die nahe Autobahnauffahrt dort relativ laut.

Ehrenmalteich

Teiche in Gladbeck
Ehrenmalteich, Foto: Dr. Dieter Briese

Auch der Ehrenmalteich liegt im Bereich des Wittringer Waldes. Er wurde in den 1920er Jahre, als der Wittringer Wald zu einer „Volkserholungsstätte“ entwickelt wurde, künstlich angelegt. Seine Tiefe beträgt 90 Zentimetern bis 1,60 Metern. Er ist mit einer Größe von rund 5.400 Quadratmetern der kleinste Teich im Bereich des Wittringer Waldes.

Weitere Beiträge von Dr. Dieter Briese sind Naturschutzgebiete, Naturdenkmale und öffentliche Parks in Gladbeck.

Weiterlesen